Akromioklavikuläre Verletzung AK-Gelenk (Sub-)Luxation

Einführung

Das Akromioklavikuläre Gelenk, auch als 'AK-Gelenk' bekannt, bildet die Verbindung zwischen dem Schlüsselbein und der Oberseite des Schulterblattes. Bei einer Luxation (aus der Gelenkpfanne gehen) können die Bänder und Kapseln, die das Gelenk stabilisieren, beschädigt werden.

Verletzungen am AK-Gelenk treten häufig bei Radsportlern, Wintersportlern und Judoka auf. Sie haben ein größeres Risiko, auf die Oberseite der Schulter zu fallen. Dies ist eine klassische Ursache für die Akromioklavikuläre Luxation (Auskugeln).

Schulter Akromioklavikulär AK-Gelenk Band Vorderseite

Beschreibung der Erkrankung

Das Schlüsselbein ist über das AK-Gelenk mit dem Schulterdach (Akromion) verbunden. Dies ist der obere und äußere Teil des Schulterblattes. Das Gelenk wird durch Ultraschall die Schäden am AK-Gelenk sichtbar machen.

Behandlung und Genesung

Die Behandlung hängt vom Schweregrad der Verletzung ab. Grad I und II werden immer ohne Operation behandelt. Bei Grad IV bis VI wird operiert. Über die Behandlung von Grad III besteht weniger Klarheit. Oft wird ein physiotherapeutischer Behandlungsbeginn gewählt. Wenn dies nicht ausreichend ist, wird dennoch eine Operation durchgeführt.

Ruhe, Kühlen und eine Schlinge

Die Behandlung der Grade I, II und III beginnt mit Ruhe und Kühlen. Ruhe wird durch die Verwendung einer Schlinge (Mitella) erreicht. Bei Typ I reicht die Verwendung einer Schlinge für einige Tage aus. Für Typ II und III kann es notwendig sein, den Arm für 6 Wochen in einer Schlinge zu tragen.

Physiotherapie

Bei Grad I ist es möglich, den Arm direkt von einem Physiotherapeuten behandeln zu lassen. Nach einigen Tagen kann mit Kraftübungen begonnen werden. Wenn die vollständige Beweglichkeit und Kraft wiederhergestellt sind, können alle Aktivitäten wieder aufgenommen werden.

Bei Grad II und III kann die physiotherapeutische Behandlung nach 14 bis 21 Tagen begonnen werden. Bei einer starken Verlagerung des Schlüsselbeins kann dies erst nach 6 Wochen erfolgen. Tape kann eventuell dem AK-Gelenk zusätzliche Ruhe geben. Die Bandstrukturen sind nach 8 bis 12 Wochen vollständig regeneriert. Erst danach ist schweres Heben oder Sport erlaubt, aber nur, wenn die Schulter vollständig schmerzfrei bewegt werden kann.

Operation

Während einer Operation wird das AK-Gelenk wieder in die richtige Position gebracht und fixiert. Oft wird dabei ein künstliches Band verwendet, das über das Schlüsselbein am Schulterblatt befestigt wird. Dies hält das Schlüsselbein wieder an der richtigen Stelle.

Nach der Operation muss der Arm 6 Wochen in einer Schlinge bleiben. Die physiotherapeutische Behandlung kann sofort begonnen werden. Die vollständige Genesung nach einer Operation dauert etwa ein halbes Jahr.

Übungen

Hier finden Sie das Übungsprogramm mit Übungen für Verletzungen des AK-Gelenks.

Mehr Informationen

Sie können Ihre Beschwerden mit dem Online-Physiotherapie-Check überprüfen oder einen Termin in einer Physiotherapiepraxis in Ihrer Nähe vereinbaren.

Referenzen

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