Fibromyalgie und Ernährung

Fibromyalgie ist eine Erkrankung, bei der Bindegewebe und Muskeln schmerzen. Sie entsteht möglicherweise durch einen Mangel oder Überschuss an Nährstoffen im Körper. Aber was sind die Ursachen für einen Mangel oder Überschuss? In diesem Artikel werden die wichtigsten Ursachen beschrieben. Sie hängen alle mit Ernährung und Lebensstil zusammen.

Was ist Fibromyalgie?

Fibromyalgie ist eine Erkrankung, bei der Bindegewebe und Muskeln schmerzen und vielfältige Beschwerden auftreten. Am häufigsten sind starke Muskelschmerzen. Weitere häufige Beschwerden sind Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Müdigkeit und Reizdarm. Fibromyalgie ist schwer festzustellen, weil es viele unterschiedliche Beschwerden gibt und keine eindeutige Ursache nachweisbar ist.

Entstehung

Fibromyalgie entsteht möglicherweise durch einen Mangel oder Überschuss an Nährstoffen im Körper. Ursachen dafür können sein:

  1. Stress.
  2. Nahrungsmittelallergie oder -intoleranz.
  3. Übersäuerung.
  4. Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen.
  5. Schlechter Schlaf.
  6. Mangel an Antioxidantien.
  7. Entzündungen.
  8. Zu wenig Bewegung.

1. Stress
Ein erhöhtes Stressniveau schädigt die Energiekraftwerke (Mitochondrien) in den Muskeln. Dadurch können sie weniger Energie produzieren. Durch den Energiemangel übersäuern die Muskeln; das führt zu Schmerzen und Steifheit.

Lange Stressphasen schwächen das Immunsystem und das Nervensystem. Der Körper reagiert darauf besonders nachts mit zu hoher Muskelspannung. Schmerzen führen dazu, dass:

  • jemand weniger aktiv wird, was wiederum zu mehr Stress und Angstgefühlen führen kann.
  • das Hormon Serotonin im Gehirn erschöpft wird. Serotonin reduziert Schmerzen; durch die Erschöpfung werden die Schmerzen wieder stärker.

2. Nahrungsmittelallergie oder -intoleranz
Menschen mit Fibromyalgie haben häufig eine Nahrungsmittelallergie und/oder -intoleranz. Eine allergische Reaktion beeinflusst das Immunsystem, und das Nervensystem wird übermäßig gereizt. Dies verursacht verschiedene körperliche und psychische Beschwerden.

3. Übersäuerung
Ein Überschuss an sauren Abfallprodukten im Körper richtet Schaden an. Saure Lebensmittel sind dafür verantwortlich, zum Beispiel tierische Proteine. Gewebe werden geschädigt und funktionieren schlechter. Um der Übersäuerung entgegenzuwirken, sind eine gute basische Ernährung (Gemüse), ausreichende körperliche Aktivität und ein gutes Darmmilieu sehr wichtig.

4. Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen
Bei Fibromyalgie liegt häufig ein Mangel an spezifischen Vitaminen und Mineralstoffen wie Vitamin C, Q10 und Magnesium vor. Das Ausgleichen der Mängel vermindert die Beschwerden.

5. Schlechter Schlaf
Etwa 90% der Menschen mit Fibromyalgie haben ein Schlafproblem. Bei etwa der Hälfte ist der Tiefschlaf (Deltaschlaf) gestört. Während des Tiefschlafs bildet der Körper das Wachstumshormon (HGH). Dieses Hormon steuert die Regeneration von Muskelgewebe und hat einen großen Effekt auf das Bindegewebe. Ein Mangel an HGH ist wahrscheinlich die Ursache für viele Beschwerden. Ein guter Nachtschlaf ist für die Erholung von Fibromyalgie sehr wichtig.

6. Mangel an Antioxidantien
Untersuchungen zeigen, dass Patientinnen und Patienten mit Fibromyalgie einer erhöhten Belastung durch freie Radikale ausgesetzt sind. Freie Radikale sind Abfallstoffe, die bei der Zersetzung (Oxidation) von Nährstoffen und der Energiebildung in unserem Körper freigesetzt werden. Zusätzlich nehmen wir Radikale über Chemikalien oder Luftverschmutzung auf. 

Freie Radikale stören viele Körperprozesse. Daher ist es wichtig, mehr Antioxidantien aufzunehmen. Diese bekämpfen freie Radikale und stecken vor allem in Gemüse und Obst, Kräutern und Nüssen.

7. Entzündungen
Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass Fibromyalgie durch milde (niedriggradige) Entzündungen im Körper entstehen kann. Diese Entzündungen werden mit einer erhöhten Durchlässigkeit der Darmwand (Leaky Gut) in Verbindung gebracht. Dies lässt sich durch die Untersuchung des Stuhls auf Parasiten, Pilze und Hefen nachweisen.

8. Zu wenig Bewegung
Ausreichende Bewegung ist nach Ansicht mancher Fachleute das beste Mittel gegen Fibromyalgie. Regelmäßig trainieren, aber nicht extrem.

Behandlung

Fibromyalgie zu heilen scheint derzeit nicht möglich. Die Beschwerden zu verringern jedoch schon. Die Behandlung beginnt mit der Diagnosestellung durch einen Hausarzt oder Spezialisten. Sie können Medikamente verordnen, um die Beschwerden unmittelbar zu reduzieren. Ein Physiotherapeut hilft, sich besser zu bewegen und dadurch wieder positive Erfahrungen zu machen. Während der Behandlung werden große Muskelgruppen und die Ausdauer trainiert. Auch Entspannungsübungen sind ein wichtiger Bestandteil der Behandlung.

Ernährung
Fibromyalgie kann auch auf natürliche Weise behandelt werden. Ein Diätassistent oder ein orthomolekularer Behandler konzentriert sich darauf, die Ursachen der Fibromyalgie anzugehen. Ziel ist es, den Körper mit notwendigen und nützlichen Nährstoffen wieder gesund zu machen. Der Behandler stellt Fragen zu Ernährung und Lebensstil. Es wird auch erhoben, ob ein Mangel oder Überschuss bestimmter Stoffe im Körper vorhanden ist. Der Behandlungsplan wird auf Veränderungen der Ernährung und/oder des Lebensstils ausgerichtet sein. Es kann auch geraten werden, ein oder mehrere Nahrungsergänzungsmittel zu verwenden.

Zum Schluss

Beratung und Behandlung bei Fibromyalgie sind Maßarbeit. Verschiedene Gesundheitsfachleute helfen dir gern weiter. Tu dies immer in Absprache mit dem Spezialisten oder Hausarzt.

Hervorgehobene Erkrankungen

Praxen pro Bundesland

Diese Seite teilen Machen Sie den Selbstcheck