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Gebrochene Rippe},{
Rippenfraktur
Bei einer gebrochenen Rippe oder Rippenfraktur verläuft eine Frakturlinie in der Rippe. Meist entsteht diese im Mittelteil der Rippe und ist die direkte Folge eines Unfalls (Trauma).
Der Brustkorb besteht aus zwölf (manchmal dreizehn) Rippen auf jeder Seite. Hinten sind sie mit der Wirbelsäule verbunden und vorn mit dem Brustbein, mit Ausnahme der freien Rippen. Alle Rippen verlaufen bogenförmig von hinten nach vorn.
Wie entsteht eine gebrochene Rippe?
Im Allgemeinen ist eine direkte Gewalteinwirkung die Ursache einer Rippenfraktur. Dies kann bei einem Schlag oder einer Kollision gegen den Brustkorb oder bei einem Sturz auf harten Untergrund passieren.
Was sorgt für ein erhöhtes Risiko für eine gebrochene Rippe?
Das Risiko für eine gebrochene Rippe steigt, wenn die Knochenqualität vermindert ist. Das kann zum Beispiel infolge von Osteoporose, dem medizinischen Begriff für Knochenschwund, oder von Knochenmetastasen bei Krebs der Fall sein. Bei diesen spezifischen Erkrankungen sind die Knochen so geschwächt, dass sogar ein Stoß, heftiges Lachen oder Husten dazu führen kann, dass eine Rippe bricht.
Symptome einer gebrochenen Rippe
Starke Schmerzen, meist stechend, sind das auffälligste Symptom bei einer gebrochenen Rippe. Diese Schmerzen können sich beim tiefen Einatmen, Seufzen, Niesen oder Husten verstärken. Außerdem nehmen die Schmerzen beim Liegen auf der betroffenen Seite zu, und es besteht Druckschmerz auf Höhe der gebrochenen Rippe. Auch das umliegende Gewebe kann bei Berührung schmerzhaft sein.
Es ist nicht immer leicht festzustellen, ob es sich um eine gebrochene oder eine geprellte Rippe handelt. Beides ist sehr schmerzhaft.
Eine gebrochene Rippe erhöht das Risiko eines Pneumothorax
Die Struktur des Brustkorbs bietet einen wichtigen Schutz für lebenswichtige Organe wie Lungen und Herz. Scharfe Knochenstücke einer Rippenfraktur können das Lungenfell verletzen. Diese Verletzung kann einen Pneumothorax verursachen. Kurzatmigkeit und zunehmende Schmerzen deuten darauf hin.
Wie wird die Diagnose einer gebrochenen Rippe gestellt?
Eine gebrochene Rippe kann häufig bereits anhand der Beschreibung des Traumas und der Ergebnisse der körperlichen Untersuchung festgestellt werden. Fast immer ist jedoch eine Bestätigung durch eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs erforderlich. Dies bietet auch die Gelegenheit, einen eventuellen Pneumothorax sichtbar zu machen.
Eine CT-Scan oder ein MRT wird manchmal eingesetzt, um die Schwere des Bruchs darzustellen. Bei schwereren Traumata wird damit auch untersucht, ob andere Organe verletzt sind und in welchem Ausmaß.
Behandlung einer gebrochenen Rippe
Nur in seltenen Fällen ist eine Operation notwendig. Dabei wird die gebrochene Rippe mit Metallplättchen fixiert. Ohne Operation heilen die meisten Rippenfrakturen im Durchschnitt innerhalb von sechs bis acht Wochen.
Bei der Behandlung ohne Operation ist es im Heilungsverlauf wichtig, Atemübungen durchzuführen und sich an strikte Verhaltensregeln zu halten. Dazu gehören Vorsichtsmaßnahmen wie die Verwendung eines Kissens, um Husten und Niesen zu begleiten. Der Physiotherapeut ist bestens geeignet, diesen Heilungsprozess zu unterstützen.
Der Physiotherapeut kann außerdem helfen, die Beschwerden mit Medical Taping und mobilisierenden Übungen zu lindern.
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