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Gebrochener Rückenwirbel
Wirbelfraktur
Bei einem gebrochenen Rückenwirbel oder einer Wirbelfraktur liegt ein Bruch im Wirbelkörper vor. Wirbelfrakturen werden in zwei Gruppen eingeteilt: stabile und instabile Brüche. Bei einer stabilen Fraktur liegt nur ein Bruch im Wirbelkörper vor und das Rückenmark ist nicht gefährdet. Anders bei einer instabilen Fraktur: Durch nicht stabil in Position bleibende Knochenteile besteht die Gefahr einer Schädigung des Rückenmarks.
Die Wirbelsäule besteht von oben nach unten aus sieben Halswirbeln, zwölf Brustwirbeln und fünf Lendenwirbeln, gefolgt vom Steißbein. Der Aufbau der Wirbel unterscheidet sich je nach Region, sie verfügen jedoch alle über einen Wirbelkörper, einen Wirbelbogen und einen Dornfortsatz. Eine Ausnahme stellen die ersten beiden Halswirbel und das Steißbein dar; sie haben eine ganz andere Form.
Die Wirbelbögen bilden einen Kanal, durch den das Rückenmark verläuft. Das Rückenmark verbindet das Gehirn mit den abgehenden Nerven. Diese Nerven reichen bis in die Finger und Zehen und treten durch sogenannte Foramina, Öffnungen zwischen den Wirbelkörpern, aus der Wirbelsäule aus.
Wie entsteht ein gebrochener Rückenwirbel?
Bei einem gebrochenen Rückenwirbel unterscheidet man zwei Ursachen: traumatisch und nicht‑traumatisch. Traumatisch ist eine Fraktur durch einen Unfall wie einen Autounfall, einen Sturz aus Höhe oder einen Schlag auf die Wirbelsäule. Bei einer nicht‑traumatischen Fraktur gibt es keinen klaren Moment, an dem der Bruch entstanden ist. Man spricht dann auch von einer pathologischen Fraktur. Hierbei führt eine Grunderkrankung wie Knochenschwund (Osteoporose) oder Knochenkrebs zu einer Verschlechterung der Knochenqualität, wodurch ein Wirbel leichter bricht.
Merkmale eines gebrochenen Rückenwirbels
Eine stabile Wirbelfraktur, also ohne Verschiebung von Knochenteilen, geht nicht immer mit schweren Beschwerden einher. Bewegungen der Wirbelsäule sind jedoch oft eingeschränkt und können mit dumpfen Schmerzen verbunden sein.
Bei einer instabilen Fraktur sind die Beschwerden ernster. Wenn das Rückenmark geschädigt wird, können Lähmungen und Gefühlsstörungen auftreten. In schwereren Fällen, abhängig von Ort der Fraktur und Ausmaß der Rückenmarksschädigung, kann es zu einer Querschnittlähmung kommen. Dabei sind die Nervenbahnen im Rückenmark auf Höhe der Fraktur irreparabel geschädigt.
Wie wird ein Wirbelbruch festgestellt (Diagnose)?
Die Anamnese in Kombination mit einer körperlichen Untersuchung kann Hausarzt oder Physiotherapeuten darauf hinweisen, dass es sich wahrscheinlich um eine Wirbelfraktur handelt. Der Bruch muss immer durch Untersuchungen im Krankenhaus bestätigt werden. Mittels Röntgenaufnahme oder CT‑Untersuchung kann festgestellt werden, ob die Fraktur stabil ist. Das ist wichtig für die Wahl der richtigen Behandlung. Mit einer MRT lassen sich Schäden an Rückenmark und Nerven detailliert darstellen.
Behandlung eines gebrochenen Rückenwirbels
Die Behandlung hängt vor allem von der Art der Fraktur und möglichen Schäden an Rückenmark und Nerven ab. Eine stabile Fraktur wird häufig mit Bettruhe behandelt, ggf. in Kombination mit dem Tragen eines stützenden Korsetts beim Sitzen, Stehen und Gehen.
Bei einer instabilen Fraktur wird meist eine Operation durchgeführt, um den Bruch zu stabilisieren. Diese Entscheidung wird getroffen, um eine Schädigung von Rückenmark und Nerven unmittelbar zu vermindern oder zu verhindern. Es folgt anschließend eine Phase mit verordneter Bettruhe. Die Wirbelsäule darf erst wieder bewegt werden, wenn der Bruch ausreichend verheilt ist.
Schon während der Ruhephase kann der Physiotherapeut durch Tipps und Ratschläge hilfreich sein, etwa durch das Erlernen einer geeigneten Liege‑ oder Sitzhaltung innerhalb der Schmerzgrenze. Ebenso durch bestimmte Verhaltensregeln, um in den ersten Wochen möglichst selbstständig zu bleiben.
Nach dieser Ruhephase muss der Rücken wieder kräftiger und beweglicher gemacht werden. Auch dabei ist die Begleitung durch einen Physiotherapeuten sehr zu empfehlen. Finde einen Physiotherapeuten in deiner Nähe, der dich dabei begleitet.
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