Myofeedback

Mithilfe von Myofeedback wird das elektrische Signal gemessen, das ein Muskel über Elektroden aussendet. Myofeedback (Muskelrückmeldung) liefert so Informationen über den Grad der Muskelaktivität in Ruhe und während der Bewegung.

Dank Myofeedback kann während der Behandlung festgestellt werden, ob ein Muskel entspannt oder sehr angespannt ist. Über ein sicht- und/oder hörbares Signal am Gerät wird diese Muskelaktivität dargestellt.

Myofeedback für Untersuchung und Behandlung

Myofeedback wird sowohl in der Diagnostik als auch in der Behandlung eingesetzt. Während der Myofeedback-Untersuchung wird geprüft, ob eine hohe oder niedrige Muskelspannung vorliegt. Die Behandlung zielt darauf ab, den bzw. die betreffenden Muskeln bewusst an- oder zu entspannen. Dank der Rückmeldung des Geräts kann sehr gezielt geübt werden. Anhand von (Entspannungs-)Übungen und Empfehlungen soll später auch ohne Myofeedback-Gerät die richtige Balance erreicht werden.

Beckenbodentherapeutinnen und -therapeuten nutzen Myofeedback regelmäßig, um die Aktivität der Beckenbodenmuskulatur zu messen. Myofeedback wird auch eingesetzt, um Menschen, die zum Beispiel sehr angespannt am Schreibtisch sitzen, hierfür zu sensibilisieren. Bei solchen Behandlungen werden auch Körperhaltung und Arbeitsplatz betrachtet; beides sollte optimiert werden.

Neben den in der Praxis verwendeten Myofeedback-Geräten gibt es auch tragbare Varianten. Ihr Vorteil ist, dass sie über längere Zeit messen können und somit im Alltag eingesetzt werden können. Myofeedback weist viele Gemeinsamkeiten mit der Elektromyografie (EMG-Untersuchung) auf.

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