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Akinese
Akinesie ist ein medizinischer Begriff, der sich auf die Unfähigkeit bezieht, Bewegungen zu starten und/oder zu stoppen. Sie tritt häufig bei neurologischen Erkrankungen wie der Parkinson-Krankheit auf.
Menschen mit Akinesie haben zum Beispiel Schwierigkeiten, beim Gehen den ersten Schritt zu machen; es fühlt sich an, als ob die Füße am Boden festkleben. Dieses Phänomen wird auch 'Freezing' genannt. Das Gegenteil ist ebenfalls möglich: Dann fällt es schwer, eine einmal begonnene Bewegung zu stoppen.
Ursachen der Akinesie
Die wichtigste Ursache der Akinesie ist ein Mangel an Dopamin im Gehirn. Dopamin ist ein Neurotransmitter, der für einen reibungslosen Bewegungsablauf unverzichtbar ist. Bei der Parkinson-Krankheit sterben die dopaminproduzierenden Zellen im Gehirn allmählich ab, was zu Symptomen wie Akinesie führt.
Folgen der Akinesie
Akinesie beeinflusst das tägliche Leben erheblich. Neben Problemen beim Starten und/oder Stoppen von Bewegungen können auch andere Symptome auftreten, zum Beispiel:
- Hypokinese: verringerte spontane Bewegungen, was zu einem schlurfenden Gang mit reduzierter Armpendelbewegung, einem flachen Gesichtsausdruck oder einer monotonen Stimme führen kann.
- Bradykinese: verlangsamte Ausführung von Bewegungen, wodurch Tätigkeiten wie Ankleiden oder Schreiben mühsamer werden und mehr Zeit kosten.
Erkrankungen, bei denen Akinesie vorkommt
Akinesie ist besonders charakteristisch für die Parkinson-Krankheit. Sie kommt jedoch auch bei anderen neurologischen Erkrankungen vor, zum Beispiel bei:
- Parkinsonismus: einer Gruppe von Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen wie bei der Parkinson-Krankheit.
- Progressiver supranukleärer Paralyse (PSP): einer seltenen Hirnerkrankung, die zu Störungen von Bewegung, Gleichgewicht und Augenbewegungen führt.
Behandlung der Akinesie
Die Behandlung der Akinesie zielt vor allem darauf ab, den Dopaminspiegel im Gehirn zu erhöhen. Dies ist mit Medikamenten möglich, die den Dopaminmangel ausgleichen. Ein Neurologe verschreibt häufig ein Mittel wie Levodopa.
Außerdem ist es wichtig, unter Anleitung einer spezialisierten Physiotherapeutin oder eines spezialisierten Physiotherapeuten an Muskelkraft und Mobilität zu arbeiten. Dabei lernt man auch Strategien kennen, um 'Freezing' zu vermeiden. Die Ergotherapie konzentriert sich anschließend auf die Verbesserung alltäglicher Handlungen und berät zum Einsatz von Hilfsmitteln.
Tipps zum Umgang mit Akinesie
Neben professionellen Behandlungen können die folgenden Hinweise helfen:
- Bewusst bewegen: Konzentrieren Sie sich vollständig auf jeden Schritt und führen Sie Bewegungen gezielt aus.
- Visuelle 'Cues' nutzen: Das Anbringen von Linien auf dem Boden kann helfen, darüber hinwegzuschreiten oder ihnen zu folgen und so Bewegung zu initiieren.
- Rhythmus und Musik verwenden: Gehen im Takt von Musik oder einem Metronom erleichtert den Beginn von Bewegungen.
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