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Muskelkoordination
Muskeln ermöglichen Bewegung und verleihen unseren Gelenken Halt (Stabilität). Damit Bewegungen reibungslos ablaufen, müssen Muskeln zusammenarbeiten. Diese Zusammenarbeit ist notwendig, um Gelenke und Knochen in die richtige Position zu bringen. Das nennen wir 'Muskelkoordination'.
Das Zusammenspiel der Muskeln wird deutlich, wenn wir uns Muskeln wie Gummibänder vorstellen. Zum Beispiel die Muskeln an der Rückseite des Oberschenkels (die Hamstrings) und die an der Vorderseite (der Quadriceps femoris). Sie müssen zusammenarbeiten, um eine Kniebeugung zu ermöglichen. Beim Beugen des Knies muss das Gummiband hinten (Hamstrings) anspannen. Das gelingt nur, wenn das Gummiband vorne (der Quadrizeps) entspannt, dadurch länger wird und die Bewegung zulässt.
Läuft diese Zusammenarbeit nicht gut, entsteht eine Bewegungsdysfunktion oder Instabilität. Das hat meist nichts mit Kraftverlust zu tun. Bei diesem 'Zusammenspiel' spielt neuromuskuläre (Nerven-Muskel-)Kontrolle eine große Rolle. Neuromuskuläre Kontrolle bedeutet, bestimmte Muskeln zum richtigen Zeitpunkt an- und/oder zu entspannen, um eine flüssige, stabile Bewegung zu erreichen.
Zurück zu unserem Beispiel: Funktioniert das vordere Gummiband nicht richtig, kann es nicht ausreichend entspannen. Dadurch wird die Bewegung ruckartig oder eine Kniebeugung wird im schlimmsten Fall unmöglich. Das klingt merkwürdig, denn das Gummiband (der Muskel) ist ja an beiden Enden (über Sehnen) befestigt. Das Problem liegt hier in der neuromuskulären Kontrolle: Die Zusammenarbeit ist gestört.
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