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Morbidität, Multimorbidität und Komorbidität

Das gleichzeitige Vorliegen von 1 oder mehreren Erkrankungen

Morbidität ist ein Begriff, der verwendet wird, um anzugeben, wie häufig eine bestimmte Krankheit innerhalb einer Bevölkerung oder einer Personengruppe vorkommt. Hat jemand daneben noch mildere Krankheiten oder Beschwerden, spricht man von Komorbidität.

Bei Multimorbidität hat eine Person 2 oder mehr chronische Krankheiten, die beide viel Aufmerksamkeit erfordern. Dies kommt vor allem bei älteren Menschen vor. Dabei kann es sich sowohl um körperliche als auch um psychische Erkrankungen handeln.

Morbidität wird als Prozentsatz oder Verhältnis ausgedrückt. Zum Beispiel beträgt die Morbidität von Diabetes (Zuckerkrankheit) etwa 6%. Das bedeutet, dass 6 von 100 Menschen Diabetes haben.

Wie beeinflussen (Ko- und Multi-)Morbidität andere körperliche Beschwerden?

Morbidität sowie Ko- und Multimorbidität haben Folgen für die Gesundheit. Sie können dazu führen, dass Menschen eher weitere Krankheiten oder Beschwerden entwickeln. So hat jemand mit Zuckerkrankheit ein höheres Risiko, eine Frozen Shoulder zu bekommen.

Das Vorliegen anderer Krankheiten kann auch die Behandlung und Genesung von Beschwerden erschweren. So kann die eine Erkrankung die andere verschlimmern, oder Behandlungen für verschiedene Krankheiten können einander entgegenwirken.

Wie kann man Morbidität sowie Ko- und Multimorbidität vorbeugen oder sie verringern?

Formen von Morbidität sind nicht immer zu verhindern, dennoch lassen sich Maßnahmen ergreifen, um sie zu verringern oder zu kontrollieren. Zum Beispiel:

  • Befolgen Sie die Ratschläge und die Behandlung durch den Arzt oder andere Behandelnde.
  • Nehmen Sie Medikamente wie verordnet ein und achten Sie auf mögliche Nebenwirkungen.
  • Leben Sie gesund: essen Sie abwechslungsreich und ausreichend, bewegen Sie sich regelmäßig, rauchen Sie nicht, trinken Sie keinen oder wenig Alkohol und vermeiden Sie Stress.
  • Suchen Sie bei Bedarf Unterstützung bei Familie, Freunden oder Selbsthilfegruppen.
  • Seien Sie aufmerksam auf Veränderungen des Gesundheitszustands und melden Sie diese rechtzeitig einem Arzt oder anderen Behandelnden.

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