Triggerpunkte

Muskelknoten / myofasziale Triggerpunkte

Triggerpunkte oder Muskelknoten sind harte, tastbare Verdickungen in einem Muskel. An der Stelle eines Triggerpunkts kann eine überempfindliche Region mit ausstrahlenden Schmerzen entstehen.

Triggerpunkte entstehen in kleinen Anteilen des Muskels. Es handelt sich um sehr lokale Verkrampfungen einzelner Muskelfasern. Wie bei einem Wadenkrampf, bei dem ein ganzer Muskel in den Krampf schießt, kann dies auch sehr lokal auftreten.

Ein Triggerpunkt kann spontan schmerzhaft sein. Der Triggerpunkt ist dann aktiv. Treten Schmerzen nur bei Druck auf den Muskelknoten selbst auf, spricht man von einem latenten Triggerpunkt.

Triggerpunkte treten häufig beim sogenannten myofaszialen Schmerzsyndrom auf. Dieses Syndrom beschreibt Schmerzen, die in den Muskeln (myo) und in den verbindenden Strukturen (Faszie) lokalisiert sind. Es handelt sich also um myofasziale Triggerpunkte.

Myofasziale Schmerzen sind eine klinische Diagnose. Das bedeutet, dass die Diagnose auf Grundlage der Beschwerden und Symptome gestellt wird. Es ist keine Diagnose, die durch Laboruntersuchungen bestätigt werden kann.

Symptome von Triggerpunkten

Triggerpunkte können ein schmerzhaftes und/oder steifes Gefühl im Muskel selbst hervorrufen oder in eine andere Körperregion ausstrahlen. Mitunter bestehen Bewegungseinschränkungen und Kraftverlust.

Da Triggerpunkte auch die verbindenden Strukturen rund um Muskeln beeinflussen, kann das Schmerzareal recht groß sein. Es kann sogar zu referred pain kommen. Das bedeutet, dass die Ursache des Schmerzes an einer anderen Stelle liegt als dort, wo der Schmerz tatsächlich empfunden wird.

Entstehung von Triggerpunkten

Über die Ursache und Entstehung von Triggerpunkten besteht noch viel Unklarheit. Derzeit geht man davon aus, dass Triggerpunkte infolge mangelnder Durchblutung und Sauerstoffversorgung in Muskeln entstehen.

Normalerweise verlängern und verkürzen sich Muskeln bei Bewegung. In Ruhe sind die Muskelfasern vollständig entspannt. Erhält ein Muskel nicht ausreichend Durchblutung, Sauerstoff und Nährstoffe, können Muskelfasern verkrampfen. Die Muskelfasern sind dann dauerhaft angespannt und entspannen sich nicht mehr richtig. Die lokale Verkrampfung von Muskelfasern nennt man einen Triggerpunkt.

Mögliche Ursachen für Triggerpunkte sind:
- Längeres Einnehmen derselben Haltung.
- Stress.
- Überlastung.
- Akutes Trauma (Unfall oder Sturz).

Triggerpunkte sind hierbei eine Folge. Triggerpunkte selbst sind nie die Ursache. Das bedeutet, dass Triggerpunkte zwar behandelt werden können, die Beschwerden aber wahrscheinlich zurückkehren, wenn die zugrunde liegende Ursache nicht angegangen wird.

Außerdem sind Triggerpunkte stets feste Punkte im Körper. Jeder Triggerpunkt hat sein eigenes Ausstrahlungsgebiet. Das ist das Gebiet, in dem die Beschwerden empfunden werden. So strahlen Triggerpunkte im unteren Rücken beispielsweise in die Hüft- und Gesäßregion aus.

Behandlung von Triggerpunkten

Triggerpunkte können auf verschiedene Weise behandelt werden:

Druckpunktmassage, Dry Needling, manuelle Therapie oder Mobilisation sind Möglichkeiten, den Triggerpunkt direkt zu behandeln. Übungstherapie sowie Haltungs- und Bewegungsempfehlungen sind dazu gedacht, die Effekte der genannten Behandlungen zu erhalten. Mit Übungstherapie förderst du die Durchblutung und stärkst den Muskel, sodass Triggerpunkte seltener aktiv werden.

Vereinbare schnell und einfach einen Termin bei einem Physiotherapeuten.

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